Am vergangenen Wochenende vom 23./24. April 2016 wurde im Athletik Zentrum in St.Gallen das 28. Internationale Gallusturnier durchgeführt. Das Turnier wurde unter der Leitung des OK-Präsidenten Robert Lona organisiert. Mit 750 teilnehmenden Judokas konnte die hervorragende Teilnehmerzahl vom letzten Jahr gehalten werden.

Die Athleten kamen hauptsächlich aus der Schweiz und den Nachbarländern Italien, Frankreich, Österreich und Liechtenstein. Aber auch Slowenen, Spanier und ein Kanadier waren unter den Kämpfern. Der Organisator hat bei der 28. Ausgabe des Gallusturniers einige Neuerungen realisiert. So wurde erstmals mit einer Software vom Schweizerische Judo und Ju-Jitsu Verband (SJV) gearbeitet. Ausserdem wurden Hellraumprojektoren durch Beamer ersetzt und der Mattenbereich wurde besser vom Zuschauerbereich abgegrenzt. Diese Änderungen wurden als „Generalprobe“ für nächstes Jahr vorgenommen. Ab dann ist das Gallusturnier ein Ranking-1000-Turnier, welches bestimmte Vorgaben erfüllen muss. Der SJV hatte für die Judoturnierlandschaft ein neues Konzept ausgearbeitet. Im Zuge dessen hatte sich der JCSG mit seiner Bewerbung als Ranking-1000-Turnier gegen vier weitere Turniere in der Ostschweiz durchgesetzt. Trotz der vielen Änderungen im Ablauf, und der daraus resultierenden Nervosität der Organisatoren vor dem Turnier, verlief der Anlass völlig reibungslos. Die Durchführung sowie das Athletik Zentrum als Austragungsort wurden von Kämpfern, Coaches, Zuschauern, aber auch von Vertretern des SJV gelobt.

Auch auf der Matte konnten die Judokas vom JCSG Erfolge feiern.

Joel Fischer erkämpfte sich in der Kategorie U18 -50kg die Bronzemedaille. Den ersten Kampf konnte er mit einer Armhebeltechnik im Bodenkampf mit der höchsten Wertung Ippon gewinnen. In der nächsten Begegnung stand er Patrick Senn, einem Trainingskollegen aus dem Regionalen Leistungszentrum, gegenüber. Da sich die beiden gut kennen, war der Kampf lange ausgeglichen. Doch schliesslich gelang es Fischer dann doch noch mit einem Tai-otoshi den Gegner auf den Rücken zu legen. Im Halbfinal wurde Fischer schon früh durch einen Würger zur Aufgabe gezwungen und somit in den Hoffnungslauf verwiesen. Der Kampf um den 3. Platz startete zäh, denn der Gegner blockte alle Angriffe von Joel Fischer. Dann gelang Fischer aber ein Wurf. Er nutzte seine Chance und ging direkt in eine Festhaltetechnik über, welche ihm ein Ippon einbrachte.

Ebenfalls den 3. Rang belegte Yanik Fischer in der Kategorie U18 -55kg. Obwohl es einige Zeit dauerte, bis er in den Takt des Kampfes fand, konnte Fischer seine erste Begegnung mit Ippon gewinnen. Obwohl er im zweiten Kampf dominierte, erwische ihn sein Gegner auf dem falschen Fuss und Fischer unterlag. Im dritten Kampf setzte Fischer einen Wurf an. Der Gegner stolperte zwar, aber es gab keine Wertung. Yanik zog dann aber direkt weiter in einen Festhalter und konnte so den Kampf gewinnen. Obwohl die nächsten zwei Kämpfe sehr kraftraubend waren, da die ganze Kampfzeit (4 Minuten) durchgekämpft wurde und es einmal sogar in die Verlängerung ging, stellte Fischer seinen Kampfgeist unter Beweis und ging zweimal als Sieger von der Matte.

Célina Thurnheer startete sowohl in der Kategorie U18 sowie U21. U18 war ihre Bilanz noch durchmischt: Nachdem sie ihren ersten Kampf mit einem Festhalter gewonnen hatte, lief sie im zweiten Kampf der Gegnerin sehr unglücklich in einen Angriff. Die nächste Begegnung konnte sie wieder im Bodenkampf für sich entscheiden und zum Schluss gelang ihr im vierten Kampf noch ein sensationell schöner Uzuri-goshi. Somit wurde sie zweite.

In der Kategorie U21 bügelte Thurnheer dann die Fehler aus, die sie U18 noch gemacht hatte, und gewann sogar gegen die Gegnerin, gegen die sie zuvor noch verloren hatte. Auch in den anderen Begegnungen zeigte sie eine solide Leistung. So erkämpfte sie sich die Goldmedaille.

Carina Kirchmeier machte Doppelstart in den Kategorien U21 und Elite. Dabei gewann sie zwei Mal die Silbermedaille. In beiden Kategorien verlor sie im Final im Stadtderby gegen Jana Bruggmann vom Judo Club Nippon St.Gallen. Ihre übrigen Kämpfe sind leicht zusammenzufassen: Kirchmeier konnte sich stets auf ihre Lieblingstechnik, den Hüftwurf O-goshi, verlassen. Daneben konnte sie sich dank ihrer aussergewöhnlichen Beweglichen aus sämtlichen brenzligen Situationen retten und verblüffte damit manch einen Zuschauer.

Am Sonntag wurden die Schülerkategorien ausgetragen. Alexa Forster belegte in der Kategorie U13 den 1. Rang. U15 wurde sie hinter ihrer Clubkollegin Aristea Leibbrand dritte. Ivan Matej Gjorgiev, Ramona Stucki, Andri Schmid und Elias Däster gewannen die Silbermedaille.

24.04.2016/if