Am Sonntag, den 5. November 2017, wurden im Athletik Zentrum in St.Gallen die Ostschweizer Einzelmeisterschaften (OSEM) ausgetragen. Das Turnier wird, abwechslungsweise mit dem Budo-Sport-Club Arashi Yama Wil, alle zwei Jahre vom Judo Club St.Gallen_Gossau organisiert. Das Organisationsteam unter der Leitung von Robert Lona kann auf einen rundum gelungenen und reibungslos verlaufenen Anlass zurückblicken.

Mit rund 330 Judokas konnte eine erfreuliche Teilnehmerzahl registriert werden, wenngleich die Zahlen vom letzten Jahr nicht ganz erreicht werden konnten. Das Echo auf die neu eingeführte „Plausch-Kategorie“ blieb eher bescheiden. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen müssen, ob damit auch Breitensportler vermehrt für den Wettkampf begeistert werden können.

Auch auf der Matte konnten die Mitglieder des JCSG erfreuliche Resultate erzielen. Bei den Kämpfern der Kategorien U9, U11 und U13 ging es vor allem auch darum, im regionalen Rahmen Kampferfahrung zu sammeln und erste Erfolge und Medaillen zu verbuchen. Eine Goldmedaille gewannen Azita Bold, Timo Schweizer, Luis Rutishauser, Gjorgiev Ivan Matej und Spencer Reichardt. Auf dem zweiten Platz kämpften sich Gino Lutz, Brunner Sascha, Ali Özgür, Nik Schwarz und David Schnider. Diego Blessing, Nevio Bossi, Jimmy Rüttimann, Aleksander Dunic, Til Schwarz, Jaden Sonderegger, Astrid Simion, Alessija Senn, Ramona Stucki, Fabienne Ruthshauser, Nils Schlegel, Devid Clever, Kerem Karaman, Denis Züger, Shadee Bold, Becker Lenya, Elias Däster, Ryan Forster, Andri Schmid und Erik Nater klassierten sich auf dem dritten Rang.

In der Kategorie U15 hat der JCSG mit Gian Luca Schmid und Alexa Forster zwei Ostschweizermeister. Schmid startete fulminant ins Turnier. Nach nur zehn Sekunden Kampfzeit legte er seinen Clubkollegen, Phillip Allenspach, mit seinem Lieblingswurf Seio Nage auf den Rücken. So konnte er den Kampf vorzeitig mit der höchsten Wertung, Ippon, gewinnen. Beim zweiten Gegner rechnete Schmid mit einem längeren Kampf. Erfreulicherweise konnte er dennoch schon in der ersten Minute dank gelungenen Angriffen zwei Wazari-Wertungen auf sein Konto verbuchen. Auch eine dritte Chance liess er nicht verstreichen und sicherte sich somit, schon vor Ende der regulären Kampfzeit von drei Minuten, den Meistertitel. Gian Luca Schmid trat auch in der Alterskategorie U18 an. In zwei Begegnungen musste er schmerzlich erfahren, dass in der höheren Alterskategorie im Bodenkampf, durch die zusätzlich erlaubten Hebeltechniken, eine ganz andere Verteidigungstaktik erforderlich ist. Im dritten Kampf hatte am Ende der Kampfzeit noch keiner der beiden Kämpfer Punkte erzielt. Daher ging es weiter in die Verlängerung. Schmid konnte seinen Gegner widerholt beinahe in eine Festhaltetechnik nehmen. Diese gab jedoch keine Punkte, da der Gegner jeweils sein Bein klammern konnte. Erst in der neunten Minute konnte Schmid eine Ipponwertung erzielen.

Alexa Forster gewann ihre erste Begegnung mit Ippon durch einen Festhalter. Auch im zweiten Kampf startete sie solide. Nun gelang sie aber ihrerseits im Bodenkampf in Bedrängnis und wurde von ihrer Gegnerin für zwanzig Sekunden auf dem Boden fixiert (zwanzig Sekunden Festhalten ergeben eine Ipponwertung). Auch der dritte Kampf wurde am Boden entschieden. Jetzt war aber der Sieg wieder auf Forsters Seite. Alexa Forsters Kategorie wurde im Pool-System („Alle-gegen-alle“) ausgetragen. Da keine der Kämpferinnen alle ihre Begegnungen hatte gewinnen können, wurden für die Klassifizierung die Wertungspunkte herbeigezogen. Mit ihren beiden Ippon-Siegen gewann Forster somit die Goldmedaille.

In der Kategorie Junioren/Elite -66kg belegte Clement Zemerli den zweiten Rang. Im ersten Kampf konnte er rasch mit Wazari in Führung gehen und kurz darauf mit einem Ippon nachdoppeln. In der zweiten Begegnung musste er über die ganze Kampfzeit von vier Minuten. Mit vier Wazariwertungen, durch Bein- und Hüftwürfe, konnte er aber dennoch einen Soliden Vorsprung aufbauen und sich für den Final qualifizieren. Dort kam er schon früh in Punkterückstand. Einmal konnte er sich nur knapp aus einer Festhaltetechnik befreien. Zemerli erarbeitete sich in der Folge gute Chancen und Angriffe. Jedoch überwiegte am Schluss die Dominanz des Gegners im Bodenkampf, wo er Zemerli mit einem Armhebel besiegte.

05.11.2017/if